Heimat- und Geschichtsverein Dornheim 1986 e.V.

Stilles Gedenken an die Opfer der Nazidiktatur

Der HGV hat auch dieses Jahr am 9. November zum stillen Gedenken mit Kerzen an die Opfer der Nazidiktatur am Synagogengedenkstein eingeladen. Mit der stillen Andacht wird an die jüdische Gemeinde in Dornheim erinnert und die Erinnerung weiter ergeben. Es soll dabei die Ausgrenzung, die Diskriminierung, die Vorurteile und der Hass der zu Zeit des Naziregime geherrscht hat, nicht vergessen werden.
Zerstörte Dornheimer Synagoge, 1938
Es ist dem HGV wichtig, sensibel mit dem Getanen um zu gehen und zu spüren, wo Unrecht beginnt und wo Unrecht geschieht. Deshalb lädt der HGV alle Bürger und Intressierte zur eine Andacht am Synagogengedenkstein, der sich am früheren Standort der Synagoge Ecke Rheinstraße/Georgstraße befindet.

Die Dornheimer Synagoge würde 1863 erbaut und diente bis zu ihrer unwürdigen, frevelhaften Zerstörung als Gotteshaus der Dornheimer jüdischen Gemeinschaft sowie als Schulhaus.
Am 10. November 1938 wurde die Dornheimer Synagoge von der SA-Standarte 221 niedergebrannt.
Damals wurden auch die Wohnungen der verbliebenen jüdischen Einwohner Dornheims demoliert und geplündert - Mobilar, Geschirr, Kleidung und Betten wurden auf die Straße geworfen. Bei der Machtergreifung der Nazis lebten noch zehn jüdische Familien in Dornheim. An deren Schicksal und die Zerstörung soll der Gedenkstein nicht nur zum 9. November erinnert werden.

Mehr zu der Synagoge und dem jüdischen Leben im Dornheim finden Sie im Echo-Online-Artikel vom 6. November 2010 "Am 10. November 1938 niedergebrannt" aus Reihe "Was ist denn das?".

Quelle: Echo-Online