Heimat- und Geschichtsverein Dornheim 1986 e.V.

Erinnerungstafel: Sieben-Geschwister-Eiche

Am 04. April 2009, 16.00 Uhr hat der HGV-Dornheim zusammen mit etwa 60 Dornheimern am Heißfeldwald eine Erinnerungstafel für die Sieben-Geschwister-Eiche enthüllt.
Am 13.11.1999 wurde diese mehrstämmige Eiche gefällt. Viele unserer Dornheimer Mitbürger kannten diesen Baum, der fast zwei Jahrhunderte den Dornheimer Wald zierte. Um an dieses Naturdenkmal und seine Geschichte zu erinnern, pflanzte der Heimat- und Geschichtsverein Dornheim am 03.04.2000 neue Eichensetzlinge an gleicher Stelle. Der Verein möchte mit der Aufstellung einer Bildtafel an diesen Baum erinnern. Der Text lautet:
Gedenktafel an Sieben-Geschwister-Eiche
„An dieser Stelle stand über 170 Jahre lang die bekannte
Sieben-Geschwister-Eiche.
Sie war mit ihren sieben Stämmen ein beliebtes Etappenziel für Ausflügler und Wanderer.
Obwohl ab 1985 unter Naturschutz gestellt, wurde die Eiche – aus Sicherheitsgründen – am 13. November 1999 gefällt.
Der Heimat- und Geschichtsverein hat hier in unmittelbarer Nähe am 3. April 2000 Eichensetzlinge nachgepflanzt und 2009 diese Gedenktafel errichtet.
Wir hoffen, dass sich eine neue Mehrgeschwister-Eiche entwickeln wird.“
Werner Appel, Vorsitzender des Heimat- und Geschichtsvereins (HGV) hieß die etwa 60 Dornheimer zur der kleinen Feier willkommen. Der stellvertretende HGV-Vorsitzende Meinhard Semmler betonte in seinem Grußwort, dass seit Menschengedenken Bäume als Ursymbole des Lebens gelten und begründete warum sich der HBGV entschlossen hat, an dieser Stelle eine Bildtafel aufzustellen und lud dazu ein, sich die eindrucksvollen Baum-Bilder – ergänzt durch passende Texte - , die in einer kleinen Ausstellung präsentiert wurden, genauer anzuschauen.
Meinhard Semmler sing „Der Sieben-Geschwister-Baum“
Begleitet von Karl-Heinz-Gutweil auf der Gitarre trug Meinhard Semmler das von ihm verfasste Lied „Der Sieben-Geschwister-Baum“ zur Melodie des Volksliedes „Am Brunnen vor dem Tore“ vor [1].
„Bei allen Altersgruppen beliebt war dieser Baum, man träumt’ in seinem Schatten gar manchen schönen Traum“, heißt es in dem Lied. Das vollständiger Lied finden sie hier.

Am 03.04.20009 hätte der HGV mehrere Eichensetzlinge gepflanzt. Seit diesem Tag hat sich außer der Familie Luckhardt insbesondere Walter Drach um diese Eichensetzlinge gekümmert, sie gewässert und gepflegt, damit sie zu einem stattlichen Baum – möglicherweise wieder ein mehrstämmiges Exemplar – heranwachsen mögen. Die Vorsitzenden des HGV bedankten sich bei Walter Drach für seinen Einsatz.
Bürgermeister Stefan Sauer (CDU) freute sich über die Erinnerungstafel und lobte das Engagement des HGV: „Sie leisten einen wichtigen Beitrag dazu, dass Wissen über Generationen hinaus bewahrt wird.“ Der Bürgermeister überraschte die Versammelten mit dem Gedicht „Deutsche Eiche am Waldesrand“, das im Heimatspiegel 1933 veröffentlicht wurde und von Johann Heinrich Feldmann II stammt, der sich in besonderer Weise durch eine Fülle von Beiträgen um die Dornheimer Ortsgeschichte verdient gemacht hat [1].
Die Gäste genossen bei Kaffe und Kuchen das angenehme Frühlingswetter und versuchten, bei einem Ratespiel die Anzahl der Eichenblätter im Glascontainer zu erraten. Inge Imhof lag mit ihrer Schätzung am besten und erhielt dafür vom HGV ein gerahmtes Foto der Sieben-Geschwister-Eiche. An diesen Nachmittag tauschten die Anwesenden ihre Erinnerungen mit der Sieben-Geschwister-Eiche untereinander aus und bekannten ihre Verbundenheit zu diesem besonderen Baum.

[1] Echo online 9.4.2009