Heimat- und Geschichtsverein Dornheim 1986 e.V.

Die Weiber und der Krieg

Am Freitag, den 15.Juni 2007 besuchten Mitglieder des Heimat- und Geschichtsvereins Dornheim 1986 e.V. im Dorfzentrum Wallerstädten den ersten Teil des Vortrages über "Die Weiber und der Krieg" vom der Antike bis zur Gegenwart.
Der Vortrag wurde von Frau Ingeborg Schumann im Auftrag des Heimat- und Geschichtsvereins Wallerstädten e.V. gehalten.
Der sehr umfangreiche u. gut erläuterte Vortrag mit Gemälden, Fotos und Dokumenten aus den jeweiligen Zeitgeschehen zeigte, dass die Frauen in jeden Krieg beteiligt waren. Die Frauen waren nicht nur Opfer in den Kriegen (sie wurden z.B. als Tauschware angeboten, zur Zwangsarbeit verpflichtet, vergewaltigt, vertrieben oder versklavt), sondern waren auch in vielfältigen Funktionen an den Kriegen beteiligt (z.B. als Amazone, Marketenderin, Spionin, Meldegängerin, Blitzmädchen, Frauensoldat, Kombattantin, Krankenschwester oder Soldatenfrau).
Um nur einige Funktionen zu erklären:
Frauen im Mittelalter kämpften mit dem Mut der Verzweiflung, um ihre Burg zu verteidigen.
Im 30 jährigen Krieg wäre keine Versorgung der Soldaten ohne die Marketenderin möglich gewesen.
Frauen wurden z.B. im Amerikanischen Bürgerkrieg ganz bewusst sehr nahe der Front eingesetzt, um die Kampfbereitschaft der Männer zu vergrößern.
Frauen waren sehr stark an den Guerillakriegen beteiligt.
Die Unterhaltung u. Versorgung der Verwundeten, die Propaganda u. die Arbeit in den Rüstungsbetrieben waren für viele Frauen in den beiden Weltkriegen selbstverständlich.
Ein sehr interessanter Lichtbildervortrag der großes Interesse bei uns auf den zweiten Teil des Vortrages "Die Weiber und der Krieg" geweckt hat.